Der Merenque
Takt: 2/4 oder 4/4 - Tempo: beliebig - Herkunft: Domenikanische Republik
Die Herkunft des Merengue ist umstritten und so ranken sich viele Geschichten um seine Entstehung. Eine davon erzählt, dass die Sklaven der Zuckerplantagen gezwungen waren ein Bein nachzuziehen, da sie aneinander gekettet waren, und so in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt waren. Die Verbindung zum Rhythmus entstand durch die Trommelschläge der Antreiber.
Eine andere Geschichte ist heldenhaft und erzählt von einem am Bein verletzten Heimkehrer aus einer der vielen dominikanischen Revolutionen. Als er von den Dorfbewohnern begrüßt wurde, tanzten sie aus Sympathie hinkend und humpelnd, um es ihm gleich zu machen.
Der Merengue (oder auch Merinque) ist ein marschähnlicher Tanz im 2/4 Takt. Er hat den Charakter eines fröhlich, lockereren „Schiebetanzes“
Der Merengue ist der Nationaltanz der Dominikanischen Republik. Er wird aber auch in Haiti, dem Nachbarstaat der selben Insel, getanzt. Dort nennt man in Meringue.
Die Wurzeln des Merengue sind, so wie viele andere Tänze der Karibik, afrikanisch. Der originale Merengue war kein eng getanzter Paartanz, sondern ein Kreistanz, bei dem sich alle die Hände reichten. Nur die Schultern und die Füße bewegten sich zum Rhythmus. Heute wird Merengue eng getanzt, wobei der Hüftschwung eine bedeutende Rolle spielt.
Merengue ist nicht nur in der Dominikanischen Republik populär, sondern wird auch in der ganzen Karibik und in Südamerika getanzt. Ausgehend von dort konnte er sich in der ganzen Welt verbreiten und fasziniert vor allem durch den präzisen Rhythmus. In den Clubs kann man Merengue in vielen verschiedenen Tempi hören. Er ist leicht zu erlernen und macht viel Spaß