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Der Blues

Takt: 4/4 - Tempo: 18 - 32 TpM - Herkunft: USA

Geschichte:

Obwohl der BluesStil schon auf die Jahrhundertwende zurückgeht, kamen die BluesMelodien erst nach dem 1. Weltkrieg zu uns nach Europa. Der Blues ist ein ruhiger, um 1920 aufgekommener Tanz, mit weichen Bewegungen und Schleichschritten, entlehnt aus dem Foxtrott. 1923 gab es in England den ersten BluesBall.Der Blues wurde in den zwanziger Jahren als Turniertanz erprobt, aber schließlich vom Slowfox verdrängt. Um 1927 entstand der Yale Blues als Variante des Blues. Von der Geschwindigkeit her muß der BluesTanz von der BluesMusik unterschieden werden. Die BluesMusik kann auch sehr schnell gespielt werden, während der BluesTanz sich für alle sehr langsamen 4/4Takte eignet

Blues als Tanz gehört zum Jazz Dance und zum Lindy Hop und teilt mit ihnen den afrikanischen Ursprung. Aber im Blues Dance wird weniger Betonung darauf gelegt, die Bewegungen auf den Zählschlag genau zu beginnen.

Stil:

Walking (Gehen) ist der Grundschritt. Die Tänzer können auf der Stelle gehen oder in jede Richtung.

Blues als Gesellschafts- oder Showtanz war nie sehr weit verbreitet in den USA. Stattdessen wurde er in verräucherten Musikbars und bei Blues-Haus-Partys getanzt und hatte einen mehr privaten Charakter. Daher blieb der Tanz strenger an die Bewegungsformen des afrikanischen Tanzes gebunden, nicht nur in der Bewegung der Hüften, sondern auch damit, dass er innerhalb eines deutlich begrenzten Raumes stattfindet.

Außerdem gehören Blues Dance und Blues-Musik eng zusammen. Viele Aspekte des Tanzes beziehen sich direkt auf die Musik, zu der getanzt wird, z. B. Ruf und Antwort, emotionale Intensität, Spannung und Lösung. Es gibt viele Arten von Blues-Musik (ländliche, städtische, schnelle, langsame, elektrisierende, moderne) und ebenso viele Arten von Blues Dance, alle sehr unterschiedlich in den Nuancen und im Gefühlsausdruck.

Wer den modernen langsamen Blues Dance nur durch Beobachtung studiert, übersieht leicht die Feinheiten des Tanzes, die er über die erotische Seite hinaus hat, weil die sinnlichen Aspekte die Grundstruktur überdecken können. Die beste Art, Blues zu tanzen, geschieht mit subtiler körperlicher Kommunikation beim Engtanzen mit dem Partner und kann durch bloßes Zuschauen unmöglich richtig und gut gelernt werden.

Ausführung:

Blues Dance ermöglicht ausgesprochene Individualität in der Art, die Musik im Tanz auszudrücken, wobei die Betonung darauf liegt, dass die Musik den Tanz bestimmt, nicht der Tänzer, der nur der Interpret der Musik ist. Blues Dance zeigt den ganzen Reichtum der menschlichen Gefühlswelt – von der Trauer bis zur Freude - auf leidenschaftliche Art und Weise, nicht nur Sinnlichkeit. Wer nicht instinktiv auf die Musik, den Partner und die Umgebung reagiert, der gelangt nicht zur wahren Schönheit dieses Tanzes.

Blues tanzen zu lernen, hilft dem Tänzer, Tanz-Konzepte wie Einfachheit, Klarheit, Kreativität, Ausdruckskraft, Intensität, musikalische und emotionale Interpretation, wie sie zu allen anspruchsvollen Gesellschaftstänzen gehören, besser zu verstehen.

Technik:

Man steht auf Tuchfühlung wie bei den "Standardtänzen" unter Bekannten und bei Parties ist eine sehr enge Tanzhaltung üblich. Die Schritte sind klein und werden flach aufgesetzt. Die Tanzenden bewegen sich kaum vom Fleck

 

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